Nachhaltigkeit bei Heidemark

Mehr Verantwortung für Ökologie und Soziales

Nachhaltiges Handeln als Ausdruck unternehmerischer Verantwortung wird auch bei HEIDEMARK immer wichtiger – schrittweise wollen wir mehr Verantwortung für Mitarbeiter sowie die Gesellschaft, die Umwelt und vor allem für das Tier übernehmen. Nachhaltigkeit ist also nicht nur ein reines Öko-Thema, sondern bezieht auch soziale und ökonomische Einflussfaktoren mit ein.

Da HEIDEMARK in den letzten Jahren schon intensiv an Nachhaltigkeitsthemen gearbeitet hat, sollen die schon umgesetzten Projekte nun zusammengefasst und für eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ genutzt werden. Dieser Standard wurde am Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) an der Universität Witten/Herdecke entwickelt (www.znu-standard.com), fördert die Entwicklung eines integrierten Managementsystems und hilft dabei, Nachhaltigkeitsaktivitäten besser zu strukturieren.

Da die Zertifizierung eine intensive Berücksichtigung der Auswirkungen im Hinblick auf die Geschäftstätigkeiten der gesamten Wertschöpfungskette fordert, hat HEIDEMARK im letzten Jahr ein Nachhaltigkeits-Team aus den unterschiedlichen Abteilungen zusammengestellt. Die Projektleitung liegt bei Dr. Hanna Strüve und Dr. Ronald Günther. Mit einer gemeinsamen und systematischen Nachhaltigkeitsplanung möchte HEIDEMARK zahlreiche Strukturen, Methoden und Prozesse entsprechend verbessern, um gemeinsam optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Schon im Jahr 2010 hat HEIDEMARK gemeinsam mit Experten aus Forschung und Landwirtschaft die HEIDEMARK-Initiative „Tierwohl-geprüft“ ins Leben gerufen und somit das Tierwohl bei Puten über Indikatoren nachprüfbar gemacht. Entstanden ist dadurch ein eigenes Bonussystem. Je besser die Tierwohlindikatoren ausfallen, desto höher ist die Bonuszahlung. Diese Bonuszahlung bekommen die Putenhalter zusätzlich zu den gängigen Tierwohl-Programmen (z. B. Initiative Tierwohl). Die kamerabasierte Erfassung von Tierwohlindikatoren (Fußballen, Brusthautveränderungen und Kratzer) soll durch die Mitarbeit in Forschungsprojekten stetig verbessert werden. Zusätzlich möchte HEIDEMARK die Anzahl der Betriebe, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen, ausweiten. Zur Optimierung des Stallklimas wurden in den Ställen Sprühkühlungen eingebaut, um vorrangig in heißen Sommermonaten die Temperatur abzusenken. Die Futterverwertung wird gezielt verbessert und der Futtermitteleinsatz damit optimiert. Auch mit der VLOG-Zertifizierung (gentechnikfreies Futter) entlang der gesamten Wertschöpfungskette bleiben ökologische Themen im Fokus.

Für den Themenkomplex der ökologischen Nachhaltigkeit ist die Zertifizierung nach dem Energiemanagementsystem ISO 50001 zu betonen. Mit der Erweiterung der Kläranlage am Standort Ahlhorn hat HEIDEMARK eine nachhaltige Wasseraufbereitungsanlage installiert und möchte so zukünftig ressourcenschonender wirtschaften. Das genutzte Wasser aus der Produktion wird nun durch Mikrofilteranlagen geleitet und gereinigt. So entstehen pro Tag mehrere Hundert Kubikmeter hygienisiertes Brauchwasser, das wieder zurück zum Betrieb geleitet wird und so beispielsweise zur LkW-Vorreinigung eingesetzt werden kann. Da dieses hygienisierte Brauchwasser aus der Aufbereitungsanlage wärmer ist als das Wasser aus dem öffentlichen Netz und entsprechend weniger aufgeheizt werden muss, kann effektiv Energie eingespart werden.

Zumal HEIDEMARK sich auch bei den sozialen Themen weiter verbessern möchte, wurde im letzten Jahr eine Zertifizierung nach dem „Sedex“-Standard umgesetzt. Dabei wurden die Kriterien Arbeitsstandards, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt und Geschäftsethik überprüft. Zahlreiche Mitarbeiter wurden in diesem Zuge zu ihren Arbeitsbedingungen am Standort Ahlhorn befragt. Zusätzlich möchte HEIDEMARK mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung deren Belange ernst nehmen und Lösungen für Veränderungsvorschläge finden.
 
Die Zertifizierung zum „Nachhaltiger Wirtschaften“ bietet HEIDEMARK eine gute Kommunikationsgrundlage mit Partnern (z. B. Lebensmitteleinzelhandel, Landwirte oder Tierschutzverbände). Der offene Dialog hat einen großen Stellenwert und soll auch zukünftig intensiv gepflegt werden. Mit der Arbeit in verschiedenen Gremien, Verbänden, Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten möchte HEIDEMARK gemeinsam und interdisziplinär an wiederkehrenden und neuen Nachhaltigkeitszielen arbeiten, die dann auch kommuniziert werden.