Politischer Austausch: Besuch von Karin Logemann (SPD)

Fachgespräch über Tierwohl, EU-Vorgaben und die Zukunft der Putenhaltung

Am Freitag, den 08.08.2025, durften wir in Ahlhorn Karin Logemann, Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landentwicklung, bei uns begrüßen. Bei dem diesjährigen Sommerfest der Niedersachsen in Berlin kamen wir mit ihr ins Gespräch und knüpften den Kontakt. 

Gemeinsam mit Eva-Maria Gefeller (Tierärztliche Gremienarbeit), dem Geschäftsführer der Altmärkischen Putenmast GmbH Bernd Wiegmann sowie dem Geschäftsführer der HEIDEMARK-Gruppe Andres Ruff diskutierte sie über aktuelle Herausforderungen und Chancen in der Putenhaltung.

Nach einem Kennenlerngespräch und einem Gang über unseren Besucherrundgang stand der Besuch von zwei Putenmastfarmen auf dem Programm.

 

Wichtige Themen im Austausch
Auf der Agenda standen unter anderem:

  • Die geplante EU-Tierschutztransportverordnung

  • Stallbaugenehmigungen

  • Fehlende EU-einheitliche Haltungsvorgaben für die Pute

 

 

 

Herausforderungen und Zielkonflikte
Unser Ziel ist es, das Tierwohl in den Ställen weiter zu fördern und damit dem gesellschaftlichen Wunsch nach Fleisch aus höheren Haltungsstufen gerecht zu werden. Allerdings bringt beispielsweise die Haltungsform 3 – mit 30 % weniger Tieren pro Stall – auch eine geringere Gesamterzeugung von Putenfleisch aus deutscher Herkunft mit sich.

Ein Lösungsansatz könnte der Bau von Außenklimabereichen („Wintergärten“) an der Längsseite der Ställe sein. Doch hier stehen uns derzeit fehlende baurechtliche Privilegierungen und gesetzliche Regelungen im Weg. Auch bei den geplanten EU-Vorgaben zum Transport sehen wir Verbesserungsbedarf, um Tierwohl und Sicherheit in Einklang zu bringen.

Darüber hinaus fehlt es bislang an EU-weit einheitlichen Haltungsvorgaben für die Pute. In Deutschland bewährt sich seit 2013 die freiwillige Vereinbarung nach den Bundeseinheitlichen Eckwerten – ein Modell, das auch europaweit funktionieren könnte.

 

Unser Fazit
HEIDEMARK steht klar zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir den Rückhalt in der Politik, um unsere Branche zukunftsfähig, tiergerecht und wettbewerbsfähig weiterzuentwickeln.